FCG vida: Christian Gruber einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden der FCG vida gewählt

Gruber4.11.2014 – FCG-vida-Bundestag: Wir stellen den Mensch in den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wien (OTS/ÖGB) – Christian Gruber wurde heute, Dienstag, von den stimmberechtigten Delegierten einstimmig zum neuen Bundesvorsitzenden der FCG vida gewählt. Auch die Stellvertreter/innen Karl Merstik, Norbert Bauer, Edith Stimpfl und Reinhard Carpentari wurden mit überragender Mehrheit gewählt.

„Die FCG vida ist in der vergangenen Periode wieder stärker geworden. Erfolgreiche Betriebsratswahlen zeigen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr wollen als Forderungen, die wie Seifenblasen zerplatzen. Sie wählen Persönlichkeiten, die für Werte stehen, die Werte täglich in der Betriebsarbeit leben und den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen“, so Alfred Gajdosik, der scheidende Bundesvorsitzende der FCG vida, am 3. Bundestag der FCG vida.

„Wir sind stärker geworden und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die Wirtschaftskrise hängt immer noch wie ein dunkler Wolkenvorhang über uns und viele Bereiche kämpfen noch mit den Nachwirkungen der Finanzkrise. Wir müssen alles dafür geben, dass wir wieder mehr Produktionsbetriebe nach Österreich holen, so den Standort stärken und Arbeitsplätze schaffen. Wir müssen uns aber auch den atypisch Beschäftigten widmen. Deren Zahl wird immer größer und es ist davon auszugehen, dass eine Vielzahl der Verträge klassische Umgehungsverträge sind. Hier müssen wir ansetzen und vor allem die Betroffenen über ihre Rechte aufklären. Denn so vermeintlich lockere Verträge wirken sich auf die Zukunftssicherung und künftige Pensionen aus. Darüber muss dringend aufgeklärt werden“, sagte Gajdosik zu den Delegierten.

„Ein weiteres wichtiges Thema ist die hohe steuerliche Belastung der Arbeitnehmer/innen. Sogar die EU-Kommission fordert Österreich auf, endlich etwas gegen die hohe steuerliche Belastung des Faktors Arbeit zu tun. Die Einnahmen aus der Lohnsteuer sind erstmals höher als jene aus der Umsatzsteuer und das muss uns zu denken geben. Mehr als 880.000 Unterschriften für die ÖGB-Kampagne ‚Lohnsteuer runter!‘ sind ein deutliches Signal an die Politik. Wir fordern die Bundesregierung auf, hier zu handeln und am besten mit Beginn 2015 eine Steuerreform zur Entlastung der Arbeitnehmer/innen umzusetzen“, fordert Gajdosik.

„Aber auch in meinem Bereich, aus dem ich herkomme, gibt es eine Thematik, die endlich geklärt werden muss. Die Diskussion um den Nichtraucher/innnenschutz muss endliche ein Ende finden. Hier geht es mir vor allem um den Schutz für die Beschäftigten im Tourismusbereich, denn die sind dem Rauch ausgesetzt. Ob sie wollen, oder nicht. Ich persönlich kann mich dem Vorschlag von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, ein komplettes Rauchverbot in den Lokalen einzuführen, vollinhaltlich anschließen. In anderen Ländern hat das funktioniert, warum soll es in Österreich nicht funktionieren“, fordert Gajdosik die Politik auf, endlich zu handeln und eine klare Lösung herbeizuführen.

Auch der neu gewählte Bundesvorsitzende der FCG vida, Christian Gruber, fordert die Politik auf, die geplant Steuerstrukturreform so rasch wie möglich umzusetzen: „Wir haben die Aufgabe, die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen so zu gestalten, dass den Beschäftigten eine wirkliche Reallohnerhöhung zugute kommt. Den Arbeitnehmer/innen muss von den Lohn- und Gehaltserhöhungen auch wirklich etwas im Börsel bleiben. Wir müssen hier hartnäckig bleiben und das Beste rausholen. Die Kolleginnen und Kollegen tragen auch maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Aber nicht nur die Lohn- und Gehaltserhöhungen sind maßgeblich für die Beschäftigten, auch der flächendeckende Mindestlohn von 1500 Euro muss in allen Bereichen umgesetzt werden.“

„Ein weiteres Thema, das derzeit in Wien brodelt, ist die Sonntagsöffnung. Wir lehnen das ab! Es kann doch niemand glauben, dass durch die Sonntagsöffnung die Umsätze steigen. Nein, sie werden lediglich auf sieben Tage aufgeteilt und der Druck auf die kleineren Unternehmen wird steigen und damit auch auf die Mitarbeiter/innen. Wir wollen den Kolleginnen und Kollegen zumindest den freien Sonntag vergönnen, denn jene, die diesen ohnehin nicht haben, können ein Lied davon singen, wie mühsam es für die Familien ist. Auf die erhöhte Scheidungsrate in diesen Bereichen möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Vor allem aber sei darauf hingewiesen, dass es jetzt schon sehr liberale Öffnungszeiten gibt, die bei weitem nicht voll ausgeschöpft werden“, so Gruber abschließend.

Rückfragehinweis:
FCG-Pressereferat, Anneliese Rothleitner-Reinisch
Tel.: 0664-614 50 52
E-Mail: anneliese.rothleitner@oegb.at

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