Pflegegeld: FSG-Fraktion verliert erneut ihr Gesicht

Vor Monaten brachte die ÖAAB-FCG-Fraktion den Antrag für eine jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes ein.

Wie schon so oft, wurde in der Vollversammlung aber ein so wichtiger Antrag von der FSG-Mehrheitsfraktion nicht angenommen, sondern an einen Ausschuss verwiesen.

Warum nicht gleich?

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses wurde der Antrag ohne Diskussion und einstimmig angenommen. Zuerst verschleppen und dann als eigene Idee verkaufen – das ist leider geübte Praxis der FSG-Mehrheitsfraktion. ÖAAB-FCG-Fraktionsführer Fritz Pöltl schreibt den FSG – Mandataren ins Stammbuch: „Die AK hat für die Arbeitnehmer und ihre Angehörigen da zu sein und nicht für parteiinterne Spielchen am Rücken der beitragszahlenden Mitglieder!“

In Tirol möglich, in Wien nicht?

Der Kontrollausschussvorsitzende der AK-Wien, ÖAAB-FCG-Kammerrat Bernhard Kludak kritisiert: „Es ist für die AK-Mitglieder so auch nicht nachvollziehbar, wie die Positionen der AK-Wien zustande kommen und welche wahlwerbende Gruppe welche Ideen und Forderungen beitragen.“ Die FSG-Mehrheitsfraktion boykottiere damit eine
demokratiepolitisch notwendige differenzierte Berichterstattung in der Mitgliederzeitung „AK-Für Sie“ und auf der Homepage der AK-Wien. „Einmal mehr haben die sozialdemokratischen Funktionäre in Wien damit ihr Gesicht verloren! Dass es auch anders geht, zeige die AK-Tirol. In der Mitgliederzeitung „Arbeiterzeitung“ werden regelmäßig die Blickwinkel der verschiedenen Fraktionen zu einem Thema veröffentlicht. „Was in Tirol möglich ist, darf auch in Wien kein Problem sein!

Betroffenen helfen

„Wichtig ist für uns als Christgewerkschafter jedenfalls, dass das Pflegegeld für die etwa 450.000 Pflegebedürftigen in Österreich analog zur jährlichen Pensionserhöhung angehoben wird“, unterstreicht Fritz Pöltl.

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