Papier ist geduldig – dazu zählen auch Koalitionspapiere!

Friedrich Pöltl

„Nur weil etwas in einem Regierungspapier steht, muss es noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Papier ist geduldig – dazu zählen auch Koalitionspapiere“, ätzt der Wiener FCG-Geschäftsführer Fritz Pöltl gegen den ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger.

Dieser hatte nämlich die völlig unbesonnene Drohung der FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein, die AUVA aufzulösen, verteidigt. Pöltl verweist dabei auch auf den ÖVP-Koalitionsverhandler Christoph Drexler, der im KURIER-Interview am Mittwoch eingestanden hat: „Die Debatte läuft schief!“

„Von einem Arbeitnehmervertreter wie Wöginger hätte ich mir freilich auch erwartet, dass er die Folgen einer Einsparung von 500 Millionen Euro oder 40 Prozent des AUVA-Budgets im Sinn der betroffenen Arbeitnehmer erst einmal hinterfragt, statt eine unsinnige FPÖ-Forderung einfach auf den Leim zu gehen“, kritisiert der FCG-Mann seinen ÖAAB-Kollegen scharf.

Noch sei Zeit, den völligen Unsinn im Regierungspapier zu korrigieren und eine für alle Beteiligten tragfähige Einsparungslösung zu finden. Es könnten dann die tatsächlich notwendigen Reformen auch ohne die befürchteten Leistungskürzungen umgesetzt werden.

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